Liebe Spurensucherin, lieber Spurensucher!

Heute feiern/feierten wir den Palmsonntag. Wie die Evangelisten Matthäus, Lukas und Johannes berichten, ging Jesus mit seinen Jüngern zum jüdischen Paschafest nach Jerusalem. Als sie zum Ölberg kamen, bat Jesus zwei der Jünger, vorauszugehen und nach einer Eselin und ihrem Fohlen zu suchen und diese zu ihm zu bringen. Die Jünger erfüllten diesen Auftrag und breiteten ihre Kleider auf dem Rücken des Fohlens aus. Jesus nahm Platz und ritt nach Jerusalem. Auf dem Weg dorthin versammelte sich eine immer größer werdende Menschenmenge, um Jesus zu empfangen. Einige Menschen breiteten ihre Kleider vor ihm aus, andere schnitten Zweige von den Palmen ab und streuten sie auf den Weg. Sie jubelten ihm zu: 

Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! (Mt 21,9)

Der Esel und die Palmen haben in der Bibel eine besondere Bedeutung, die den Einzug Jesu zu einem symbolträchtigen Ereignis macht. Mit dem Ritt auf einem Esel erfüllte sich die Voraussage des Propheten Sacharja aus dem Alten Testament: 

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin. (Sach 9,9) Während das Pferd als Reittier im Krieg eingesetzt wurde und Luxus und Hochmut symbolisiert, ist der Esel das Sinnbild für die Bescheidenheit und Gewaltlosigkeit des messianischen Friedensfürsten. Die Palme ist bereits in der Antike ein Symbol der Huldigung und des Sieges. Für die römischen Besatzer dürfte der Empfang Jesu mit Palmzweigen und seinem Ritt auf dem Esel einer Provokation gleichgekommen sein.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die auch Heilige Woche genannt wird. Sie ist geprägt durch verschiedene unterschiedliche Gottesdienste am Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, in der Osternacht und an Ostern. Wir laden alle ein diese für unseren Glauben wichtigen Heiligen Tage mitzuerleben, mitzufeiern und mitzugestalten.

Die Liturgie ist ein heiliges Spiel. Das soll in den Feiern dieser entscheidenden Woche des Kirchenjahres deutlich werden. Das Spiel erwartet Vorspieler und Mitspielende nach bestimmten Spielregeln. Die Regeln sind durch den Charakter der jeweiligen Tage zwischen Palmsonntag und Ostern festgelegt. 

Es geht nicht um Spielerei, wenn wir zum Beispiel an die Gestaltung der Palmsonntagsprozession denken. Es geht zunächst auch nicht um den Versuch spielerische Formen für die Gottesdienste zu entdecken. Spiel greift tiefer: Romano Guardini meint mit Liturgie als Spiel das Sinnvolle, aber Zweckfreie. Wenn Kinder ganz tief in ihr Spiel versunken sind, spielen sie zweckfrei, aber höchst sinnvoll. Sie spielen mit leichtem Sinn, der sie über das Gewöhnliche und Alltägliche erhebt.

Darum gilt die Bitte an alle sich ganz auf diese Heilige Woche einzulassen, mitzuspielen, von den Flehrufen bei der Palmprozession, über den Dienst des Füßewaschens, des leidvollen Mitgehens, der würdigen Kreuzverehrung bis hin zum Feuerritus, der neues Licht und Hoffnung in das Dunkel des Todes bringt.

„Fest der Versöhnung“ mit Besinnung, Beichte und Anbetung

Gestern feierten wir unser „Fest der Versöhnung“. Irmgard hatte wieder einmal dieses Fest wunderbar vorbereitet und inhaltlich sehr gut organisiert. Es ging um die Liebe Jesus zu uns allen. Eine Rose, die allen zu Beginn und zum Schluss erneut mit dem Wunsch des auferstandenen Jesus: „Der Friede sei mit dir“ überreicht wurde, begleitete uns als Symbol während des Nachmittags. Es gab wohl einige Unsicherheit zum Fest der Versöhnung, das auf unserem Jahresprogramm leider ohne Uhrzeit ausgeschrieben war, wann das Fest der Versöhnung beginnt, daher die Bitte an alle, einfach bei Unsicherheiten bei mir nachfragen. Danke!  

Im Monat März 2026 hat Markus Krämer für uns das Profil erstellt. Wir setzen die inhaltliche Reihe fort, bei der wir uns mit Gebeten befassen, die den Geist des Ignatius und seiner Exerzitien atmen. Das Profil März 2026 schicke ich gerne mit.

In der Osterzeit ist am Mittwoch, 15. April 2026 unser monatliches Abendgebet am Grab vom seligen Philipp Jeningen um 19:00 Uhr in der Liebfrauenkapelle in Ellwangen statt. Herzliche Einladung dazu!

Am Samstag, 18. April 2026 sind wir „Mit Philipp unterwegs in Neuler“. Eine Wanderung um Neuler mit Gottesdienst und Besinnung und einer Einkehr sind Inhalt dieses neuen Angebotes. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr an der Kirche in Neuler. Nähere Informationen dazu folgen. 

So grüße ich Dich und wünsche Dir bis wir uns wiedersehn 

eine Heilige Woche und Karwoche 2026. 

Und dann an Ostern 2026:

Der Herr ist auferstanden Halleluja.

Er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja. Halleluja.

Ich wünsche Dir eine gesegnete Osterzeit, die Freude und die Hoffnung des Auferstandenen, die österliche Freude, die Dich alle Tage des Lebens bis zu jener großen Osterfreude geleitet, die niemals endet.

Viele Grüße 

Markus Krämer 

Wer die Arbeit der action spurensuche finanziell unterstützen will:  Katholische Gesamtkirchengemeinde Ellwangen, Kennwort „action spurensuche“, Kreissparkasse Ostalbkreis IBAN: DE62614500500110601179  

für die action spurensuche

Brief März 2026

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